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Die Kategorie der Giga-Coaster besteht seit 2000. In diesem Jahr hatte Cedar Point in Sandusky / OH
mit Millennium Force die weltweit erste Bahn über 300 ft (91,44 m) eröffnet und damit auch gleich
eine neue Namensgebung eingeführt. Mittlerweile wurde auch schon analog zur Computer-Sprache
für die nächst höhere Grenze über 400 ft (121,92 m) der Begriff "Terra-Coaster" geprägt.
Bislang gibt es nur zwei Achterbahnen, die in diese Höhe vorgestoßen sind (Top Thrill Dragster in
Cedar Point und Kingda Ka in Six Flags Great Adventure).
Bis 2009 gab es weltweit auch nur zwei Giga-Coaster, denn neben Millennium Force existiert auch
noch der Steel Dragon 2000 im japanischen Nagashima Spa Land, der erstgenannter Bahn schon wenige
Monate nach der Eröffnung den Titel "Höchste Achterbahn der Welt" wieder abnahm. 2010 eröffnete
jedoch - pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum von Millennium Force - in Kings Dominion der weltweit
dritte Giga-Coaster mit dem Namen "Intimidator 305". Die Zahl 305
weist auf die Höhe der Bahn in ft hin. Wie schon die erste Anlage in Cedar Point
wurde auch diese Bahn von der Schweizer Firma Intamin gebaut. Merkmale dieser Bahnen sind die
hohe Geschwindigkeit und die lange Strecke, die vollständig ohne Überschläge auskommt.
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Im Vergleich zu Millennium Force fallen vor allem der deutlich schnellere Lift und die vier
schlagartigen Drehungen um die Längsachse auf, die den Zug in Sekundenbruchteilen von einer Seite
auf die andere schleudern. Durch diese Richtungswechsel nimmt der Schienenstrang fast schon bizarr
anmutende Windungen an. Beides hat mit dem Namen und der Thematisierung der Züge zu tun, die als
Rennwagen designt wurden. "The Intimidator" war der Spitzname von Dale Earnhardt, einem der
erfolgreichsten Fahrer in der amerikanischen NASCAR (National Association for Stock Car Auto Racing).
Er gewann sieben Mal den Winston Cup, die höchste Rennserie der NASCAR, sowie 76 weitere Einzelrennen.
Er kam bei einem tragischen Unfall im Jahr 2001 während des 500 Meilen-Rennens in Daytona Beach / FL
ums Leben. Die Bahn feiert seine Erfolge und setzt ihm als amerikanischer Rennsportlegende ein Denkmal.
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Nachdem die Fahrgäste in den bequemen Schalensitzen Platz genommen haben, geht es auf den 93 m hohen
Lifthill. Eine Stimme ruft "Gentlemen, start your engine!" und der schnittige Zug setzt sich in Bewegung.
Sofort fällt die enorme Geschwindigkeit auf, mit der der Zug nach oben zu fliegen scheint.
Der derzeit schnellste Kabellift der Welt befördert die Wagen mit ca. 24 km/h in 17 Sekunden bis
zum höchsten Punkt der Bahn. So schnell wie es nach oben ging, geht es auch schon wieder mit einer
maximalen Neigung von 85° in die Tiefe. Der Zug beschleunigt auf etwa 145 km/h und legt sich
in die erste langgezogene 270°-Rechtskurve. Aufgrund der hohen Kräfte wird es den Passagieren
für kurze Zeit schwarz vor Augen, bis die Kurve durchfahren ist. Ein ca. 50 m hoher Airtime-Hügel
schließt sich an und führt unter dem Lift hindurch auf die andere Seite, wo sich der restliche Teil
der Strecke befindet. Nach einer Linkskurve und einem kleinen Speedbump legt sich der Zug in eine
weitere 270°-Kurve nach links, um die schnellen Richtungswechsel im Rennsport nachzubilden.
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Die Kurve mündet direkt in den ersten der vier Umschwünge, die den Zug in Sekundenbruchteilen herumreißen.
Die Querneigung ändert sich jeweils um ca. 90° und somit stellen die Drehungen den eigentlichen
Höhepunkt der Bahn dar, der die Strecke weltweit einzigartig macht. Weil es so schön war,
schließt sich nahtlos daran eine weitere links-rechts-Kombination mit einer zweiten Drehung an.
Als Kontrast dazu folgt eine 180°-Steilkurve, die symmetrisch zur allerersten Kurve liegt und den
Zug bodennah in die andere Richtung schickt. Parallel zum Lift folgen zwei weitere lange Hügel,
die die Fahrgäste aus den Sitzen heben. Aus einer Rechtskurve heraus rast der Zug in den dritten
Umschwung, der diesmal von rechts nach links durchfahren wird. In einer gekippten Linkskurve klettert
der Zug noch einmal empor, um sich danach ruckartig wieder gerade zu stellen und in die Schlussbremse
einzufahren. Da die Bremsstrecke mit konstantem Gefälle nach unten führt, rollt der Zug von selbst
durch die letzte Kurve und die Schlussgerade in die Station. Auf diese Weise werden Reibräder
eingespart und der Wartungsaufwand verringert.
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